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| Foto „Schollen" von Garitzko via Wikimedia Commons |
Die Scholle, auch als Goldbutt bekannt, ist der wohl bekannteste Plattfisch in europäischen Gewässern und lebt bevorzugt am Meeresboden. Ihr Körper ist typischerweise 25 bis 40 Zentimeter lang und kann bis zu sieben Kilogramm schwer werden. Charakteristisch ist ihre asymmetrische Körperform mit beiden Augen auf einer Körperseite, wobei ein Auge nach vorne und das andere nach hinten gerichtet ist. Die Oberseite ist gräulich und oft mit gelblichen bis rötlichen Punkten gesprenkelt, während die Unterseite, die sogenannte Blindseite, weiß ist und gelegentlich dunkle Flecken aufweisen kann. Durch ihre sehr kleinen und flachen Schuppen fühlt sich die Scholle glatt an.
Für Verbraucher ist die Scholle vor allem in den Sommermonaten als frischer Fang erhältlich, da dann ihre Hauptsaison liegt. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst den Nordostatlantik vom Weißmeer bis zur Iberischen Halbinsel, mit besonders großen Beständen in der Nordsee, im Skagerrak, Kattegat und in der westlichen Ostsee.
Das Fleisch der Scholle ist weiß, fest und geschmacklich kräftig, wodurch sie zu den besonders beliebten Speisefischen zählt. In der Küche ist sie vielseitig einsetzbar und kann gekocht, gedünstet, gebraten, gegrillt oder gebacken werden. Besonders bekannt ist sie als klassische „Scholle Finkenwerder Art“ oder einfach gebraten mit Beilagen.
Ernährungsphysiologisch ist die Scholle ein leichtes Lebensmittel mit hohem Eiweißgehalt, wenig Fett und wenigen Kalorien. Durch ihren hohen Wasseranteil ist sie zudem gut bekömmlich und eignet sich hervorragend für eine bewusste und ausgewogene Ernährung.

